Heiliges Tal & Machu Picchu als eigenständige Tour

Da wir beide keine Fans von grossen Reisegruppen sind, stand für uns von Anfang an fest, dass wir das Heilige Tal und Machu Picchu auf eigene Faust erkunden wollen. Mit einer geführten Tour können relativ einfach innerhalb von einem Tag die wichtigsten Orte, inklusive Machu Picchu abgeklappert werden. Wenn man jedoch eigenständig reist, braucht alles etwas mehr Zeit. Die Orte auf dem Weg zum Machu Picchu sind wunderschön und es lohnt sich, dafür ein paar Tage einzuplanen. Für die Tour nehmen wir uns deshalb 5 Tage Zeit.

 

Da wir einige Zeit in die Recherche und Planung investieren, möchten wir unsere Informationen und Erfahrungen hier festhalten und dazu einige schöne Bilder mit euch teilen.

Unsere Reiseroute

Vorbereitung & Tickets, die wichtigsten Infos im Überblick

Ticket für Machu Picchu: Optional mit Eintritt für Huayna Picchu oder Machu Picchu Montana. Pro Tag wird nur eine gewisse Anzahl Menschen zum Machu Picchu gelassen, deshalb sollte vorgängig unbedingt die Verfügbarkeit der Tickets überprüft werden. Überprüfung Verfügbarkeit Tickets Machu Picchu: https://www.ticketmachupicchu.com/availability-ticket-machu-picchu-only/

 

Zugticket von Ollantaytambo nach Aguas Calientes : Ollantaytambo ist der dem Machu Picchu nächstgelegene Ort. Theoretisch kann die ganze Strecke von Cusco aus mit dem Zug gemacht werden, jedoch ist der Zug sehr teuer. Es lohnt sich nach Ollantaytambo mit einem Colectivo oder Uber zu reisen. Von Ollantaytambo aus muss dann aber der Zug genommen werden (Ticket ab CHF 60.00 pro Weg). Es gibt die beiden Anbieter PeruRail und Inca Rail. Besonders empfehlen können wir Inca Rail und dessen Panoramazug.  Stimmt die Zugfahrt und das Ticket für den Machu Picchu unbedingt aufeinander ab, sonst müsst ihr in Aguas Calientes zu lange warten.

 

Mobilität im Heiligen Tal: Es gibt Colectivos, Uber oder Taxis. Am günstigsten sind die Colectivos. Wir haben jedoch für alle Fahrten (ausser von Ollantaytambo nach Aguas Galientes) Uber genommen, was immer super funktionierte.

 

Hotels: Unsere Hotels haben wir alle im Voraus gebucht. Diese kosten pro Übernachtung (Doppelzimmer mit Frühstück) zwischen CHF 35.00 und CHF 50.00. 

 

Boleto Turistico - Touristenticket: Wenn man vor hat, das Heilige Tal und die Ruinen in Cusco zu besichtigen, dann lohnt sich dieses Ticket auf alle Fälle. Dieses Ticket ist 10 Tage gültig und kostet pro Person ungefähr CHF 40.00. Insgesamt können mit diesem Ticket 16 Sehenswürdigkeiten besucht werden. Davon sind 10 in Cusco, 4  im Heiligen Tal und  2 im südlichen Tal (Machu Picchu ist nicht im Ticketpreis enthalten).

 

Bargeld: Immer genügend Bargeld mitnehmen. Denn selbst das Boleto Turistico in Cusco konnten wir nur bar bezahlen. Im Heiligen Tal mussten wir ein Teil der Hotels ebenfalls bar bezahlen.

 

Gepäck: Reist mit möglichst wenig Gepäck. Einerseits dürfen im Zug pro Person nur 8 kg mitgeführt werden und andererseits wird das viele Gepäck sehr schnell lästig. Wir konnten unsere grossen Backpacks in unserem Hotel in Cusco lagern.

 

ACHTUNG: Wir wurden vom Ticketoffice für den Machu Picchu wieder weggeschickt, weil wir das Zugticket zuerst kaufen mussten. Incarail behauptete jedoch genau das Gegenteil. Nun, die beiden Agenturen stehen in Abhängigkeit zueinander. Es lohnt sich auf jeden Fall früh genug zu buchen, denn gerade auch der Zug sehr gut gebucht ist. 

Mobilität in Aguas Calientes und Machu Picchu

Es fahren täglich ab 5:30 Uhr bis 14:30 Uhr alle 10 Minuten Busse zum Eingang des Weltwunders. Die letzte Rückfahrt ist um 17:45 Uhr und der Preis für das Ticket für die Hin- und Rückfahrt beträgt ca. CHF 25.00. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten und führt über eine 9 km lange sehr kurvige Strasse. 

 

ACHTUNG: Der Bus kann erst 30 Minuten vor Einlass zum Machu Picchu geboardet werden...timing, timing, timing.

 

Alternative: Weil wir nicht warten wollen und mir sehr schnell schlecht wird bei diesen Busfahrten, wandern wir. Die Wanderung dauert ca. 1.5h und beträgt 8 km. Die Wanderung in dieser Höhe ist ziemlich anstrengend, deshalb wird eine Grundfitness vorausgesetzt. Die Wanderung lohnt sich sehr, der Ausblick ist wunderschön. 

 

Natürlich könnte man auf dem Hinweg auch den Bustransfer nutzen und den Rückweg zu Fuss gehen. 

Bus zum Machu Picchhu
Bus zum Machu Picchhu
Wanderung zum Machu Picchu
Wanderung zum Machu Picchu

Unsere Tour und Erlebnisse

Tag 1: Die Ruinen von Ollantaytambo

Wir starten unsere Tour in Cusco und reisen mit einem Uber für CHF 30.00 nach Ollantaytambo. Die Fahrt ist sehr angenehm und dauerte ca. 90 Minuten. In Ollantaytambo besichtigen wir die Ruinen Inka Watana, Templo del sol und Depositos de Pinkuylluna. Und natürlich sehen wir auch hier wieder Alpakas, die richtig zutraulich sind. 

 

Die archäologische Stätte von Ollantaytambo ist eine der bedeutsamsten Bauten aus der Inka-Zeit. Die Inka-Stätte ist als astronomisches, religiöses und administratives Zentrum bekannt. Der Ort selbst liegt in einem Tal auf 2'800 Meter. Aufgrund der Lage ist Ollantaytambo für viele Reisende der Ausgangspunkt für den Besuch zum Machu Picchu.

 

Übernachtung: Hotel Terra Nostra, Ollantaytambo (2 Nächte)

Tal Ollantaytambo
Tal Ollantaytambo
Ruine Ollantaytambo
Ruine Ollantaytambo
Ruine Ollantaytambo
Ruine Ollantaytambo

Alpaka Peru
Alpaka Peru
Ruine Ollantaytambo
Ruine Ollantaytambo

Tag 2: Machu Picchu

An unserem zweiten Tag in Ollantaytambo machen wir uns sehr früh am Morgen auf den Weg zum Machu Picchu. Dafür nehmen wir den Zug nach Aguas Calientes, wo wir uns zuerst etwas orientieren müssen. Wir haben eigentlich geplant den Bus zum Machu Picchu zu nehmen. Jedoch darf man den Bus erst 30 Minuten vor Einlass zum Weltkulturerbe boarden (die Tickets zum Machu Picchu sind alle auf bestimmte Zeiten ausgestellt).

 

Anstatt über eine Stunde in der Schlange auf der Strasse zu warten, entscheiden wir uns, zu Fuss zu gehen. Die Wanderung ist ziemlich anstrengend, denn sie besteht nur aus Treppen, die 90 Minuten steil nach oben führen. Dafür werden wir in der Hälfte von einem Hund abgeholt, der uns bis ganz nach oben begleitet und können dabei die wunderschöne Aussicht geniessen.

Wanderung zum Machu Picchu
Wanderung zum Machu Picchu
Wanderung zum Machu Picchu
Wanderung zum Machu Picchu

Auch wir kennen Machu Picchu von etlichen Bilder. Aber jetzt, wo wir endlich vor Ort sind, überwältigt uns diese wunderschöne Kulisse.

 

Machu Picchu ist eine Ruinenstadt, die im 15. Jahrhundert von den Inkas erbaut wurde. Sie liegt auf 2'430 m auf einem Bergrücken zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des gleichnamigen Berges Machu Picchu. Auf unseren Fotos kann man kaum andere Touristen erkennen, aber der Eindruck täuscht. Unsere Geduld ist gefordert (fast schon überfordert), denn überall müssen wir anstehen, sogar für ein Foto.

 

Jedoch hat sich der Ausflug zum Unesco Weltkulturerbe absolut gelohnt, dieses Erlebnis ist einmalig.

Machu Picchu
Machu Picchu
Machu Picchu
Machu Picchu
Machu Picchu
Machu Picchu

Machu Picchu
Machu Picchu

Tag 3 & 4: Moray und die Salzterrassen von Maras

Für den Tagesausflug zur Inka-Anlage Moray und den Salzterrassen von Maras buchen wir ein Uber. Das ist super praktisch, da wir das Tempo so selber bestimmen können und nicht auf eine grosse Reisegruppe warten müssen.

 

Die Salzterrassen von Maras sehen von oben so aus, als wäre es ein einzig grosser Flickenteppich. Die Salzterrassen stammen noch aus der Zeit der Inkas und sind bekannt für ihre sehr strenge aber gerechte Gesellschaftsordnung, in der den sozial schwächeren Menschen Hilfe geleistet wurde. Die Salzbecken wurden gleichmässig auf die Familien der umliegenden Regionen aufgeteilt, jeder sollte von der Bewirtschaftung der Salzterrassen gleichmässig profitieren.

 

Die Salzgewinnung findet auf natürlichem Wege statt. Das salzhaltige Wasser wird über ein ausgeklügeltes Kanalsystem in die 30 cm tiefen Becken geleitet. Die hohe Sonneneinstrahlung lässt das Wasser verdampfen, zurück bleibt das schneeweisse Salz - das  sogenannte "Weisse Gold der Anden".

 

Übernachtung: Hotel Wifala Harmony, Urubamba (2 Nächte)

Salzterrassen von Maras
Salzterrassen von Maras
Salzterrassen von Maras
Salzterrassen von Maras
Salzterrassen von Maras
Salzterrassen von Maras

Die Inka-Anlage Moray hat von oben betrachtet etwas vom Kolosseum. die Anlage besteht aus verschiedenen Ebenen. Man kann sie als landwirtschaftliches Versuchslabor betrachten, weil die Inkas hier Mikroklimata schufen, um unterschiedliche Produkte anzubauen.

Moray
Moray

Tag 5: Ruine in Chinchero und Rückreise nach Cusco

Unsere Reise durch das Heilige Tal beenden wir in Chinchero. Hier verbringen wir einen gemütlichen letzten Tag und besichtigen die Überbleibsel der Ruine, wo wir süsse Esel, Lamas und Alpakas beobachten.

 

Schon immer war Chinchero ein wichtiger Ort, denn hier hatte der Inka-Herrscher seine Sommerresidenz. Chinchero liegt auf 3'760 m und ist umgeben von weiten Feldern, einem unglaublich schönen Bergpanorama und einer Lagune. Von der Sommerresidenz ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben. Heute stehen nur noch die Grundmauern und die dazugehörigen Terrassenanlagen. Die Spanier haben den Tempel abgerissen und eine Kolonialkirche gebaut.

 

Nach dem Besuch der Ruine machen wir noch einen kurzen Abstecher zum Markt, wo verschiedene regionale Produkte und Kunsthandwerk verkauft wird.

Der Kontrast zwischen der braunen Landschaft und den farbigen Stoffen kommt hier besonders gut zur Geltung.

 

Übernachtung: Hotel Chinchero Boutique, Chinchero (1 Nacht)

Markt in Chinchero
Markt in Chinchero
Markt in Chinchero
Markt in Chinchero
Markt in Chinchero
Markt in Chinchero

Ruine in Chinchero
Ruine in Chinchero

Veröffentlicht Oktober 2019 von Marisa Locatelli

Kommentare: 2
  • #2

    Brigitte Distel (Dienstag, 29 Oktober 2019 09:07)

    Hallo ihr zwei Turteltäubchen, ich bin begeisterte Leserin eurer Berichte. Das macht ihr wirklich toll. Da ist man fast schon halb dabei. Ich wünsche euch weiterhin alles Gute, Gesundheit und viel Spass beim Weiterreisen. Glg Brigitte

  • #1

    Silvia V. (Montag, 21 Oktober 2019 21:45)

    Hoi zäme
    Das ist super spannend diese tolle Gegend aus anderer Sicht zu sehen....individuell, anstelle Gruppenreisemässig!
    Freue mich die weiteren Berichte zu lesen, so werde ich vom Lesemuffel doch noch zur Leseratte�
    Luebs Grüesli
    Silvia